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Die Rebhütten

Diese Häuschen in den Rebbergen …

Heute nur noch Zeugen einer arbeitsamen Vergangenheit, dienten diese einfachen Hütten von regional gefärbter und rein funktionaler Bauart früher als Unterschlupf bei Unwettern. Sie stehen mitten in den Rebbergen als Stauraum für Werkzeug und für gelegentliche Übernachtungen.

 

Die Rebhütten prägen mit ihrer Präsenz die gesamte Weinlandschaft des Wallis. Sie lockern die klar strukturierten Parzellen der Terrassenhänge auf und geben kleine farbige Noten in Weiss, Braun, Rosa, Grau oder rebbergfarben“, d.h. mit Kupfersulfat behandelt. Sie sind eine wahre Augenweide.

 

Ihr französischer Name „guérite“ bedeutet gemäss des Wörterbuches (Schatz der französischen Sprache, „Trésor de la langue française“) eine einfache Behausung zum Schutz vor Unwettern, eine Baracke oder ein leichter Bau von geringer Grösse. Die Herkunft des Wortes wird zurückgeführt auf den Begriff „garette“, der wiederum eine Ableitung des altfranzösischen „guarir/garir“ ist (schützen). Im Mundarten-Glossar der Romandie (Glossaire des patois de la Suisse romande) ist nachzulesen, dass die Rebhütte unter dem Namen „garèta“ verzeichnet ist, was einen leichten Holz- oder Steinbau bezeichnet, der als Unterschlupf und Geräteschuppen dient. Der Begriff „guérite“ ist im Wesentlichen mit dem Unterwallis verbunden.

 

Angelehnt an einen Ausschnitt aus : Guérites, Ces cabanes dans les vignes.

©   2007 Éditions du Musée valaisan de la vigne et du vin, Sierre-Salgesch


http://www.museeduvin-valais.ch/de/

Trockenmauern – Rebberge in Terrassenform

Am rechten Rhone-Ufer im Wallis sind Trockenmauern - diese „Chinesische Mauer“ zwischen Martigny und Leuk - ein beliebtes Mittel zur Nutzbarmachung stark abschüssiger Parzellen. Aufgeschichtet aus vor Ort gesammeltem Material, hat ihr Bau gleichzeitig den Boden von Steinen befreit. Die imposantesten Trockenmauern sind über 17 m hoch und alle ganz ohne Bindemittel hergestellt. Einige haben sogar eine Oberfläche, die grösser ist als die Oberfläche des zu tragenden Erdreiches. Sie sind jedoch nicht genialen Architekten zu verdanken, sondern der Arbeit mutiger Bewohner, die für ihren Lebensunterhalt kämpfen mussten. Aneinandergereiht würden sich diese Mauern über annähernd 3000 km erstrecken. Sie stützen rund 1500 ha Anbaugebiet und gehören zu den Schönheiten der Walliser Landschaft. Sie beheimaten eine besondere und reiche reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt und tragen somit zur Artenvielfalt unserer Weinberge bei.